Snø med øl, fiskepudding og karamell ost!

Norwegen fasziniert durch großartige Naturschauspiele: Wild zerklüftete Gebirgsketten ragen im Westen neben der ewigen Brandung des Nordmeers auf und Gletscher reichen weit ans Ufer heran. Die gewaltigsten Fjorde der Welt schneiden sich tief ins Land hinein und in unmittelbarer Nähe breitet sich die größte Hochfläche Europas, die Hardangervidda, aus.

Skigebiete in Norwegen gibt es viele, doch sie sind überwiegend klein und weit verstreut über dieses große, lange Land. Ganz anders als in den Alpen. Und genau das ist der  besondere Reiz.  Norwegen – das ist Urlaub in einer gemütlichen Hütte am Meer oder in den Bergen, doch auf jeden Fall abseits der Hektik des Alltags.

Ab November hüllt sich die Bergwelt im hohen Norden in Schnee ein, der bis Ostern liegen bleibt. Bei diesen traumhaften Bedingungen haben die Norweger beinahe unbegrenzte Möglichkeiten, Ski- und Wintersportsport zu betreiben. Lange Warteschlangen an den Liftanlagen sind für sie ein Fremdwort. Langlauf steht bei den Fans an erster Stelle: Rund 30.000 Kilometer Loipen schlängeln sich durch das ganze Land, was dreimal der Strecke nach Australien entspricht.

Hemsedal: Champagner-Schnee in den „Skandinavischen Alpen“
Auf halbem Weg zwischen Oslo und Bergen liegt ein kleines Dorf mitten in den „Skandinavischen Alpen“. Wintersportler schwärmen! Perfekt präparierte Pisten, steile Tiefschneehängen, sechs Monate Schneesicherheit – und ein einzigartiges Weiß, das es sonst nur noch in den Rocky Mountains gibt: der staubende Champagner-Schnee von Hemsedal.
In der Nacht ist Neuschnee gefallen. Einen halben Meter, pulvrig fein und puderig trocken. Jungfräulich bedeckt er die Wege und Pisten und lockt selbst Langschläfer früh vor die Tür und auf die Ski. Direkt vor der Hütte beginnt das Wedelvergnügen. Bei jedem Schwung staubt der Schnee in den stahlblauen Himmel, funkeln die feinen Flocken in der strahlenden Sonne.

Bestens präparierte Pisten, Off-Pist-Routen und Snowpark
In einem der größten norwegischen Skigebiete ging 1961 der erste Skilift in Betrieb. Heute erschließen die vielen Liftanlagen jede Menge Abfahrten mit 50 Kilometer Piste sowie unzählige Hänge und Routen im Gelände. Hinauf zum 1.497 Meter hohen Totten führt der höchstgelegene Sessellift Skandinaviens. Hinab durch die baumlose Weite gleitet eine grüne Panoramapiste. Sie eröffnet immer wieder neue Aussichten über die tief verschneite Fjelllandschaft, ein endloses, weich gekupptes Weiß, nur hier und da durchzogen von den Spuren der Langläufer.

Sämtliche Skihänge von Hemsedal liegen im Norden oder Nordosten – sonnige Südhänge gibt es einzig talaufwärts in Sollheisen, deren Pisten der Liftpass von Hemsedal mit abdeckt. Abseits der markierten und präparierten Pisten ist das Terrain für Freerider schier unbegrenzt – und weniger gefährlich als in den Alpen. Da die Fjellberge runde Kuppen und keine steilen Abrisskanten wie in den Alpen besitzen, gibt es in Norwegen kaum Lawinen. Zudem werden die zahlreichen inoffiziellen Off-Pist-Routen genauso kontrolliert wie die nummerierten Abfahrten.

Ein international renommierter Snowpark an der Lialøypa, der von Daniel Franck und Lars Eriksen gestaltet wurden, runden das Wintersportangebot ab: Eine 600 Meter lange Arena mit zwei Halfpipes, Boardercross, 360 Grad-Karussell, Bump-Area und einem „Big Jump“ für 40 Meter weite Sprünge.

Auf dem Gravset ziehen Langläufer in 1.000 Meter Höhe ihre Runde. Allabendlich, wenn die Sonne sich hinter den verschneiten Kuppen verabschiedet, erhellt Flutlicht bis Mitternacht das 90 Kilometer lange Loipennetz und an vier Tagen in der Woche sind zudem einige Pisten beleuchtet, dann beginnt der „Aftenski“ - die große Sause auf frisch präparierten Pisten.